Labormethoden

ICSI- intracytoplasmatic sperm injection

Nur eine ausgewählte Spermie wird unter dem Mikroskop in die reife Eizelle platziert. Diese Methode wird bei schweren Spermiogramstorungen verwendet, oder wenn keine Befruchtung der Eizelle mit der klassischen Methode der künstlichen Befruchtung aufgetreten ist. Wir empfehlen es auch bei älteren Patientinen oder wenn wenige Eizellen entnommen wurden.

 

PICSI- preselected intracytoplasmatic sperm injection

Bei dieser Methode werden vor der ICSI nur die reifen Spermien aus der Probe ausgewählt, die sich auf ein spezielles Gel, das Hyaluronan enthält, binden. Für die Befruchtung werden nur die Spermien verwendet, die an diesem Gel befestigt sind. Nur reife und qualitativ hochwertige Spermien sind zu einer solchen Bindung fähig.

 

MACS® sperm separation- magnetic-activated cell sorting on sperm

Methode der magnetischen Spermien Auswahl – es dient dazu, Spermien von schlechter Qualitat (DNA-Schäden) von der Probe zu trennen.

Die Verwendung dieser Methode wird empfohlen in Fällen von der unerklärlichen Unfruchtbarkeit, in Fallen von wiederholten Versagen der Implantation, in Fallen von gestoppten Embryo-Entwicklung vor dem Embryotransfer und bei schlechtem Spermiogramm-Parametern.

 

MESA, TESE- Micro Epididymal Sperm Aspiration/Testicular Sperm Extraction

Methoden zur Gewinnung von Spermien von den Hoden  oder von den Nebenhoden. Es handelt sich um eine chirurgische Methode, bei der eine Gewebeprobe entnommen wird, in der mann unter dem Mikroskop nach Spermien sucht. Die werden entweder eingefroren oder gleich zu der Befruchtung verwendet. Diese Methode ist bei Patienten bei welchen keine Spermien in der Probe gefunden werden (Azoospermie) geeignet .

 

Verlängerte Kultivation

Es ist die Kultivierung  von Embryonen in den speziellen  Medien bis zum Blastozystenstadium(5 Tage nach der Befruchtung). Es ist die natürliche Auswahl von aktiveren Embryonen mit größerem Potenzial zum Wachstum.

 

In-vitro-Reifung von Oozyten (IVM)

Die unreifen Eizellen werden entnommen. Sie reifen für weitere 36-48 Stunden im speziellen  Medien im Inkubator . Nach der Reifung folgt die Befruchtung, der Transfer in die Gebarmutter wie im klassischen IVF-Zyklus.

 

Kryokonservierung von Embryonen

Bis zu 2 Embryonen werden in die Gebarmutter transferiert. Alle anderen Top-Qualität Embryonen empfiehlt sich zu einfrieren. Der Transfer nach der Auftauung erfordert keine hormonelle Stimulation.

 

AZH- Assisted Zonal Hatching

Die Öffnung von der Embryohülle. Das Embryo kann sich erst nach Verlassen dieser Hülle in der Schleimhaut der Gebarmutter einnisten. Manchmal kann diese Hülle hart sein, so das Embryo nicht „raus“ kann. In diesem Fall kann der Embryologe den Laserstrahl benutzen, um eine Öffnung zu machen.

 

SPF (Seminal Plasma Flushing)

Das im Labor behandelte Probe des Partners wird vor der Übertragung in die Gebärmutter injiziert.  Das stimuliert die Gebärmutterschleimhaut und erhöht die Wahrscheinlichkeit der Einnistung.

 

EmbryoGlue

„Embryoklebstoff“ ist ein spezielles Medium, in dem Embryos kurz vor der Übertragung kultiviert werden. Dieses Verfahren erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Embryoimplantation im Uterus. Es wird vor dem Embryotransfer in jedem Entwicklungsstadium von Embryonen verwendet, auch wenn aufgetaute Embryonen übertragen werden.

 

Präimplantation genetische Untersuchung

Genetische Untersuchung von Embryonen vor der Übertragung in die Gebarmutter.

PGS – Untersuchung von möglichen genetischen Störung bei einem Embryo. Eine ältere Methode (FISH) erlaubte die Analyse einer begrenzten Anzahl von Chromosomen (5-8) z. B. die zu wiederholten Fehlgeburt  und kongenitalen Entwicklungsfehlern führen. Die neuere Methode (aCGH) erlaubt es, die gesamte DNA in großen Abschnitten zu untersuchen.

Indikationen: Alter über 37 Jahre, wiederholt fehlgeschlagene IVF Zyklen, wiederholte Fehlgeburt, schwere Spermiogrammstörung, onkologische Behandlung.

PGD – bei dieser Untersuchung zielen wir auf eine spezifische genetische Störung. Es wird für die Untersuchung von Embryonen eines Paares verwendet, bei denen ein Partner die Chromosomenumlagerung trägt, die die Unfruchtbarkeit verursacht.

PGD Monogene Erkrankungen – Gezielte Embryo-Untersuchung auf eine bekannte genetische Erkrankung bei einem der Partner oder einer der Familienmitglieder.

Die Verwendung von Over-Standard-Labormethoden berät das Paar immer mit einem Embryologen und einem Arzt.