Psychische Ursachen

Im Rahmen einer assistierten Reproduktion ergeben sich für unsere Konsiliarpsychologin, Frau Eveline Leitl, verschiedene Arbeitsbereiche:

Psychogenese der Infertilität

Langjährige Erfahrung hat mir gezeigt, dass psychogene Faktoren meist nur Teilaspekte des unerfüllten Kinderwunsches sind. Meist unbewusste Ängste und Blockaden wie: Angst vor der Geburt, hohe Ansprüche an die eigene Elternschaft, bereits erlebte Fehlgeburten, Angst vor Abhängigkeiten, Schwangerschaftsabbrüche in der Vergangenheit, aber auch Einflüsse aus der Kindheit und Jugend – Erziehung – uvm. gehören hierher. Ebenso hat sich in meiner Arbeit immer wieder gezeigt, dass z.B. das PCO-Syndrom, das in der Folge zu Infertiltät führen kann, durch psychotherapeutische Arbeit gut beeinflussbar ist.

Psychische Folgen des unerfüllten Kinderwunsches

Depressionen, Ängste, Spannungen in der Paarbeziehung, Störungen im Sexualleben, eher selten auch Schuldzuweisungen an sich selbst oder andere, Gefühle von Minderwertigkeit, Vertrauensverlust dem eigenen Körper gegenüber, Druck von Außen und Konfrontation mit unsensiblem Umgang mit dem Thema Kinderwunsch, aber auch die Übertragung von Gefühlen zwischen den Partnern,...sind häufige Themen der psychotherapeutischen Arbeit mit Kinderwunschpaaren. Ebenso erlebe ich Stress eher als Folge, denn als Ursache des unerfüllten Kinderwunsches.

Psychotherapeutische/psychologische Begleitung/Coaching während der medizinschen Behandlung

Das Wechselbad zwischen Hoffen und Bangen, Vertrauen und Skepsis, Glücksgefühlen und Trauer begleitet die meisten Kinderwunschpaare. Die Behandlung an sich macht, trotz aller Bemühungen, meist zusätzlichen Streß. Folgen von Hormongaben und des Eingriffes sind zu bedenken, aber vor allem die Tatsache, daß hier in einem ganz intimen und verletzlichen Bereich agiert wird. So ist es auch oft wichtig für das Paar, gerade die Zeit der Behandlung sehr bewusst zu gestalten und dafür auch Unterstützung zu bekommen.

Die Begleitung im Kinderwunschzentrum im Privatspital Goldenes Kreuz erfolgt durch Einzel-, bzw. Paarbetreuung, durch eine permanente Gruppe, Coaching während der Behandlung (auf Wunsch) , bzw., wenn nötig, durch Krisenintervention
(siehe auch: „So helfen wir, Begleitung“ auf dieser Webpage).